Jeans - der zeitlose Star

Fast Jeder kennt und trägt sie – die Jeans. Der Stoff für die Herstellung einer Jeans nennt sich Denim und wurde erstmals in einer kleinen südfranzösischen Stadt hergestellt. In Nimes. Dies war um 1600 und der Stoff hieß derzeit noch Serge de Nîmes. Heute ist er weltbekannt unter dem Namen DENIM.

Der König unter allen Jeansmachern war Levi Strauss. Er kam als deutscher Auswanderer nach Amerika und schneiderte ab 1853 für die Goldgräber die ersten robusten Arbeiterjeans. Anfangs wurden sie noch aus braunem Zeltplanenstoff hergestellt. Doch später wurde Denim das Hauptmaterial der Workerjeans. Den Namen Jeans vergab man 1854. Der Denim wurde zu der Zeit in Genua hergestellt. Im Italienischen sagt man zu Genua klangvoll „Genes“. Hiervon leitet sich heute der Name Jeans ab.

1870 wurden die Beinkleider mit dicken orangefarbenen Nähten hergestellt. Die Nähte der Taschen wurden durch Nieten verstärkt. Die Jeans blieben nicht lange nur die Hosen der Goldgräber. Bald schon trugen sie Farmer, Holzfäller und Cowboys. Die Niete als Verstärkung der Nähte wurde vom polnischen Immigranten Jacob W. Davis erfunden. Er ließ sie 1873 patentieren. 1920 erhielt die Jeans die bekannte Blaufärbung. Die Blue Jeans wurde geboren. Sie steht noch heute mit ihrem Nietenbesatz für Freiheit, amerikanischen Lebensstil und den Wilden Westen. In diesen Jahren wurde das Bild der Jeans noch mit Hosenträgern dominiert. Dies änderte sich, als 1930 der Gürtel die Hosenträger von der Bildfläche verdrängte.

Im deutschen Land erlangte die Jeans, in einem kleinen schwäbischen Ort, namens Künzelsau, ihren Ruhm, denn hier, in der Fabrik von L. Hermann, wurde 1948 die erste deutsche Jeans produziert. Seinen zweiten Streich zog er 1953 nach. Denn bei L. Herrmann (heute Mustang Jeans) lief auch die erste Jeans für Girlies vom Band. Die Girls Campinghose machte es den Frauen möglich, auch die begehrte Jeans zu tragen. 1955 setzten die Schwaben nochmals nach und produzierten die erste deutsche Cordjeans.

Albert Sefranek nannte später, die in Künzelsau produzierte Jeans „Mustang“. Der Name erinnerte ihn an den Wilden Westen und den Geruch der Prärie. 1961 gelang es den Schwaben die erste Stretchjeans herzustellen. Die Nietenhose erlebte einen Boom, der die Firma Mustang weit nach vorn schoss. 1968 wurde auch die ewige Bügelfalte in so manche Jeans gebracht. Mittels Backofen gelang das den Menschen aus dem schwäbischen Künzelsau. Doch zur Nummer Eins wurde die Mustang Jeans erst 1972. Die komplette deutsche Olympiamannschaft war mit Mustang ausstaffiert. Im Jahr 1981 wurde dann die „Stone Washed Jeans“ zum Leben erweckt. Mittels Bimsstein und Enzymen erhält die Jeans nach dem Waschen diesen typisch ausgewaschenen Look.

Es ist schon erkennbar, dass die „Röhrles – Jeans“, wie sie die schwäbischen Hersteller liebevoll nennen, eine weite Reise gemacht hat, bis sie bei uns für Aufsehen sorgte. Träger wie James Dean und Marilyn Monroe machten sie populär. Heute gibt es viele internationale Marken, die die Jeans in ihrem Repertoire haben, wie zum Beispiel Levis, Diesel, Replay, Wrangler oder auch Dolce und Gabbana. Die Jeans kommt aber nicht alleine, denn ihre Denim-Kollegen wie Latzhosen, Westen, Mäntel, Handtaschen und Stiefel gehören heute genauso ins Bild. Jeans ist eben nicht einfach nur Jeans. Zeitlos und praktisch wird sie von jeder Altersgruppe gern getragen.

 

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